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MOC Feuerwehr-Truck – 60216 B-Modell


Ein MOC für meine Feuerwehr-Station

Für mein aktuelles Großbauprojekt (eine 4×4 Baseplates große Feuerwehrstation) habe ich mir vorgenommen, nicht nur LEGO-Fahrzeuge dazuzustellen sondern auch ein paar eigene zu entwerfen. Also habe ich mir im Internet ein paar Inspirationen geholt und mich dazu entschieden ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug nachzubauen. Dieser typisch deutsche Begriff, der mit HLF abgekürzt wird beschreibt im wesentlichen eine Bus-großes Support-Fahrzeug, das mit Ausrüstung und Truppen vollgestopft werden kann.

Als besondere Herausforderung für diesen Build habe ich mir vorgenommen, ihn nicht aus allen möglichen Teilen zu bauen sondern nur solche zu verwenden, die im Set 60216 Feuerwehr in der Stadt enthalten sind.

Die Bauerfahrung

Ein B-Modell zu bauen macht mir ganz besonderen Spaß, weil man weniger Zeit damit verbringt, welche Teile man für ein bestimmtes Detail nutzen kann. Man hat schließlich alle Möglichkeiten auf dem Tisch vor sich und kann komplett auf das Bauen konzentrieren.
Aber natürlich nimmt man auch einige Nachteile in Kauf. Mit einer beschränkten Teileauswahl muss man sich oft behelfen und kann Details nicht so ausarbeiten wie man gerne möchte. Eines der größten Probleme ist meistens die beschränkte Farbauswahl. Am Ende soll das Modell ja nicht nur die Form haben, die man sich vorgenommen hat sondern auch soweit wie möglich realistisch sein.

Bei diesem Bau hatte ich es noch vergleichsweise einfach, da ich ein Feuerwehrauto mit Hilfe eines Feuerwehr-Sets bauen wollte, da sind die Grundfarben und Teile wie Räder usw. auf jeden Fall vorhanden. Ich habe sogar die Front des Fahrzeugs zu großen Teilen vom ursprünglichen Truck behalten und nur den Frontgrill umgebaut. Trotzdem musste ich einige Iterationen durchlaufen, bevor die Proportionen gepasst haben und keine seltsamen Farben mehr irgendwo herausstachen.

Das Ergebnis

Ich muss zugeben, ich bin mit dem Resultat sehr zufrieden. Die Formen und Farben passen gut zusammen, auch wenn es im Innenraum ein wenig bunter zugeht. Das Set ist schön schwer und stabil hat einige kleine Details und man kann definitiv die Verwandtschaft mit der Vorlage erkennen.

Die Seitenklappen sind das, was mir optisch am wenigsten gefällt aber eine bessere Lösung mit den vorhandenen Teilen ist mir nicht eingefallen. Klappmechanismen sind bei LEGO allgemein schwer, weil Scharniere überdimensional groß sind im Vergleich zu welchen in der realen Welt. Deshalb wüsste ich nicht einmal, wie ich es deutlich verbessern könnte, wenn ich beliebige Teile nutzen würde. Vorschläge sind willkommen.

Die Winde im Rückraum ist ein wenig schwer zugänglich, lässt sich aber nutzen und Dank ihr machen die weißen Stützen auch ein wenig Sinn, die an den Seiten sind. Auf realen Fahrzeugen habe ich entsprechende Anbauten zwar nie gesehen aber sie passen trotzdem gut zum Modell. Im Innenraum haben bis zu drei Figuren Platz, Und an allen Ecken ist Ausrüstung zu finden. Die kleine Schubkarre auf dem Wagen fand ich eine gute Idee, allerdings werde ich die vermutlich durch eine echte Trage austauschen.

Der hintere Teil könnte vielleicht noch einen Umbau vertragen, mal sehen ob mir da noch etwas gutes einfällt.

Um den MOC in meine Feuerwehrstation zu integrieren habe ich mir die Mühe gemacht, das Set in Bricklink Studio nachzubauen. Das Ergebnis könnt ihr in den Renders unten sehen. Natürlich fehlen die Sticker und das Light & Sound-System aber ansonsten ist der Nachbau vollständig. Die dazugehörige Studio-Datei könnt ihr hier kostenlos herunterladen.